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8.Juni 1810
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Schumann-the Masterworks (Ltd.Edit.) (Audio CD) HEUTE
Schumann wird gefeiert. Insbesondere heute. Verschiedene labels gehen in ihre Archive, stellen Aufnahmen zusammen und bringen diese in umfangreichen Boxen heraus.
So auch die DG, die auch einige Aufnahmen von Decca hier unterbringt. Fast alle Werke von Schumann werden hier versammelt, sehr preiswert.
Bei einem solchen Marktverhalten kann man nicht erwarten, dass nur die hochwertigsten Aufnahmen genommen werden. Im Zweifelsfall sind alle älter,manche richtig alt.
Dies ist per se kein Argument gegen die Aufnahme. So ist die Aufnahme der Toccata op. 7 von Pogorelich alt, aber immer noch aufregend.
Die Auswahl aus dem, was im Archiv liegt, wird immer auf Zustimmung oder Kritik stossen. Mir fehlt zum Beispiel Wilhelm Kempff als Schumann-Interpret. Eine sicher alte Aufnahme aus DG-Beständen, aber man hat viel Ashenazy in diese Box aufgenommen. Da hätte es interessantere Alternativen gegeben.
Im Bereich von Orchestermusik ist Gardiner sehr prominent vertreten. Auch dazu gibt es natürlich Alternativen, aber sein Zugang ist immer sehr anhörbar,sowohl die Aufnahmen der Sinfonien, als auch etwa die sehr bemerkenswerte Aufnahme von Paradies und Peri( die Einzelausgabe wird nach wie vor im midprice Segment angeboten und würde allein fast halb so viel kosten wie die gesamte Box).
Dietrich Fischer-Dieskau ist in dieser Box dominant vertreten.Er hat teilweise umwerfend gute Interpretationen von Schumann hinterlassen, wie die Aufnahme der Dichterliebe mit Demus( leider nicht in dieser Box). Aber sich auf diesen einen Sänger konzentrieren, der ja gar nicht unumstritten ist, muss eher als Mangel bezeichnet werden,zumal in den Archiven der DG so "kultige" Aufnahmen sind, wie Wunderlich mit der Dichterliebe.Wahrscheinlich werden eher finanzielle als künstlerische Gründe die Auswahl bestimmt haben.
Angenehm zu hören: Wussow 1984 in der Aufnahme des "Manfred", ein eindrucksvoller Sprecher. Das Stück so richtig ein "Schauer-Stück", ein dramatisches Gedicht nach Texten von Byron.
Bei der Kammermusik ist die überragende Aufname vom Argerich und Kremer von den Violinsonaten hervorzuheben. Die anderen Aufnahmen ,auch vom beaux Arts Trio, würde ich nicht unter den vielen hervorragenden einordnen. David Garrett in der Schumann-Version der Paganini-Capricen ist natürlich ein werbewirksamer Anteil dieser Box. Geigen kann er ja.
Wenn man insgesamt ein Fazit ziehen will, finden sich einige Perlen in dieser Box,einige Aufnahmen, die eher "füllen", einzeln wahrscheinlich kaum zu verkaufen wären. Warum dieser deutsche Komponist mit "the masterworks" angepriesen wird, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass dieser Name erhalten blieb, aber Bestandteil der universal music group ist. Also in dieser Sprache: happy birthday.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 8. Juni 2010 |