Anders als erwartet.
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Die Morde in der Rue Morgue/Der Untergang des Hauses Usher

Zwei grausame Morde sind verübt worden, in einem Haus das in einer kleinen Gasse in Paris, der Rue Morgue liegt. Zwei Person, Mutter und Tochter beide grausam zugerichtet, sind tot. Der Mordfall gibt der Polizei Rätsel auf, vor allem die Brutalität des Verbrechens, das Fehlen eines Motivs und der unbekannte Fluchtweg sind den Beamten allesamt unerklärlich.
Hier erscheint Auguste Dupin auf der Bildfläche, ein äußerst scharfsinniger Mann der zusammen mit seinem Freund, den Fall genauer unter die Lupe nimmt und prompt die Lösung findet.

Die Geschichte startet etwas seltsam, nämlich mit einer Art Vorwort in dem Poe erklärt wo der Unterschied zwischen Analyse und Einfallsreichtum und zwischen Fantasie und Vorstellungskraft liegt. Dieses Vorwort ist ein wenig nervig und in seiner Breite auch etwas überflüssig, die Grundbotschaft ist bereits nach dem ersten Beispiel verstanden.
Die eigentliche Geschichte ist dann wirklich spannend und die Person des Dupin ist einem wegen dessen Scharfsinn und wegen dessen Abgeklärtheit(mit Poirot zu vergleichen) sofort sympathisch. Die Aufklärung des Falles ist ebenso genial wie fantasievoll erdacht und der Weg zur Auflösung könnte spannender und näher nicht geschrieben werden. Einzig schade ist, dass man die Geschichte wohl nur einmal mit dieser Spannung lesen kann.



Ein Mann wir zu einem Freund gerufen, der schwer erkrankt ist. Die Beiden haben sich schon lange nicht mehr gesehen, aber der Protagonist scheint darüber nicht sehr verwundert. Als er ankommt ist das Haus Usher(so heißt der Freund) nicht gerade einladen für ihn, es ihm das etwas Bedrohliches auf dem Haus lastet. Der Freund ist in der Tat in schlechter Verfassung, ebenso wie seine Schwester, die kurz nach der Ankunft des Protagonisten stirbt. Usher scheint kurz darauf dem Wahnsinn endgültig zu verfallen

Der Untergang des Hauses Usher hat mir nicht so gut gefallen wie Die Morde in der Rue Morgue. Der Kontext wirkt einfach zu unregelmäßig, die Figuren gewinnen nicht genug an Farbe, alles bleibt grau in grau. Dadurch entsteht auch eine gewisse Spannung, ein leichter Horror, aber der ist eher unheilvoller, als wirklich spannender Natur.
Insgesamt fehlt es der Geschichte an Fleisch.
Eine Rezension von Timo Brandt "Ways are, there you go" > Quickborn
vom 17. August 2009
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